Immer mehr Wanderer wollen die Berge nicht auf normalen Wegen erklimmen, sondern lieber auf felsigem Gestein und an Seilen gesichert, dem Gipfel entgegenstreben, denn Bergsteigen und Klettern haben sich in den letzten Jahren zu einer sehr beliebten Sportart entwickelt. Doch warum lockt diese "Kraxelei" Jahr für Jahr so viele Wanderer und Kletterer in die Berge? Geht es darum, seine eigenen Grenzen auszutesten?
Kletterhalle oder Felswand
Von vielen wird Klettern als eine gefährliche Sportart angesehen. Doch mit der richtigen Ausrüstung, der korrekten Anwendung und vor allem mit guter körperlicher Kondition, ist es nicht gefährlicher, als jeder andere Sport. Durch die Verbreitung der Kletterhallen haben sich immer mehr Interessierte an diese sportliche Betätigung herangewagt und so ihre ersten Kletter-Erfahrungen gemacht. Viele sehen das Hallenklettern als reinen Ausgleichssport an, für andere dagegen ist es eine witterungsunabhängige Übungsgelegenheit. In den Hallen gibt es unterschiedliche Routen, für Anfänger bis zum Profi. Größe, Form und Anordnung der Griffe bestimmen den Schwierigkeitsgrad und sind an der Farbe erkennbar. Senkrechte und überhängende Wände sind zu erklettern und man lernt Knoten und Handgriffe zur Sicherung, ohne die kein Kletterer auskommt.
Aber ein passionierter Kletterer liebt die Herausforderung in den Bergen; auf einem Klettersteig oder in einer Felswand hängend. Gerade Klettersteige sind in letzter Zeit in. Aber wer diese gehen will, braucht Kondition, Muskelkraft, Trittsicherheit und vor allem muss er schwindelfrei sein. Für Einsteiger eignet sich ein leichterer Klettersteig, in einer Gruppe und eventuell mit Führer. Dieser kann an schwierigen Stellen Tipps geben, welcher Griff mit welcher Hand der Richtige ist; wo es Sinn macht, das Stahlseil zu greifen und welcher Stein gut zu betreten ist. Wer ohne Führer einen Klettersteig begeht, muss Karten lesen können und sollte Erfahrung haben. Doch die Mühen des Aufstiegs werden am Gipfel durch die schöne Aussicht belohnt.
Mit Helm und Rucksack in die Wand
Eine gute Ausrüstung ist hier natürlich besonders wichtig. Helm, Handschuhe, Rucksack, gute Bergschuhe und ein Klettersteigset sind unentbehrlich. Bei diesem Set werden am Klettergurt, Seile oder Bandschlingen befestigt; durch Einhaken an den Leitern, Stahlseilen oder Klammern sichern zwei Karabinerhaken den Kletterer ab. Eine Bremseinrichtung verhindert harte Stürze.
Der Traum vieler begeisterter Wanderer und Kletterer ist, einmal die Alpen zu überqueren. Der "E5" von Oberstdorf nach Meran ist die gefragteste Tour. Mit vielen Schwierigkeitsgraden ist sie eine Herausforderung an Kondition und Durchhaltewillen. Aber wenn man nach einem langen Wander- und Klettertag abends in der Hütte in seinem Schlafsack liegt, kann man stolz und zufrieden sein.






